Kontakt

DRK Familienzentrum
Storchennest

Langen
Debstedter Str. 120

27607 Geestland

Koordinatorin:
Frau Taube

Tel.: 04743 / 948 554

E-Mail:

Öffnungszeiten: [HIER]

Konzeption des DRK-Familienzentrums Storchennest

1.0 ZIELGRUPPEN DES FAMILIENZENTRUM STORCHENNEST

Unsere Zielgruppen sollen alle Hilfesuchenden Personen der umliegenden Ortschaften innerhalb der Region beinhalten.
Wir möchten Angebote für Mütter sowohl während der Schwangerschaft, als auch nach der Schwangerschaft anbieten. So auch für Eltern, welche Unterstützung als frisch gewordene Eltern in Punkto Rat und Tat benötigen.

Die unterstützenden Angebote beziehen sich von Kindern in Not bis hin zur Hilfe für Eltern jeglicher Art.

Angehörige unterschiedlicher Nationen sollen in unserem Zentrum einen Ort der Begegnung, der Kommunikation und Unterstützung vorfinden, welches sie zur Kooperation unter Einbringung ihrer Kultur anregen soll.

Wir streben an, alle Altersgruppierungen zu erreichen, um so die Erfahrungen der älteren Generation als effektives Hilfsmittel zur Bewältigung des Alltags, der jüngeren Generation nahe zu bringen. Dies ist möglich, wenn wir den generationsübergreifenden Kontakt über die Kinder als Medium für alle Personenkreise der Region herstellen.

1.1 ZIELE UND UMSETZUNG

Die Beratung, Unterstützung und Begleitung von Eltern vor, wie während der Schwangerschaft und als auch nach der Geburt des Kindes, geschieht in Zusammenarbeit mit Kinderärzten, weiteren Fachärzten, Hebammen und dem Krippenpersonal unserer Einrichtung, hauptsächlich vor Ort, gegebenenfalls in den Praxen der jeweilig beteiligten Fachärzte.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie möchten wir mit den vorhandenen Betreuungsmöglichkeiten unserer Einrichtung vor Ort  abdecken oder über das Angebot der Tagespflege innerhalb des Wohnumfeldes der bereffenden Eltern erreichen. Hier bieten wir die Vermittlung bzw. Zusammenführung mit einer Tagesmutter aus der Region, welche die Betreuung des Kindes passgenau abdecken kann.

Zur Förderung der Kommunikation und Begegnung bieten wir ein Elterncafe als regelmäßigen Treffpunkt für Eltern und Angehörige, zum gemeinsamen Austausch ihrer täglichen Erziehungsarbeit und einer im Gespräch möglichen Erweiterung ihrer erzieherischen Kompetenzen.

Für die Betreuung  und Begleitung bieten wir  Angehörigen verschiedener Nationen durch Fach- und Privatpersonen die Möglichkeit zur  Überbrückung von anfänglichen Sprachbarrieren, integrieren sie in die vor Ort gegebenen sozialen und medizinischen Möglichkeiten (Kindergartenplatz, Schulplatz, Arztsuche, evtl. Zusammenarbeit/Kontakte mit anderen Ämtern und anderen Institutionen).
Wir möchten erreichen, dass andere Nationen sich herzlich willkommen fühlen, keine Mauern um sich aufbauen und auf der Ebene von Vertrauen ihre Mentalität und Kultur als weitere Ressource der Integration- bzw. interkulturellen Arbeit der Region anbieten, so dass ein Verständnis füreinander entsteht und  somit ein unkomplizierter Umgang miteinander im Alltag erreicht werden kann.

Zur Beratung und Unterstützung  der hilfesuchenden Personengruppen bieten wir in Kooperation mit Fachleuten und Privatpersonen vielseitige  zunächst niederschwellige Angebote an.

2.0 BERATUNG VON FAMILIEN UND KINDERN

In Kooperation mit Familienberatern, Therapeuten, Ärzten, Hebammen und anderen Fachleuten, wie auch Privatpersonen möchten wir eine prompte und unkomplizierte Form der Unterstützung in jeglicher Form anbieten. Dies kann in Form von Selbsthilfe im Austausch mit anderen Eltern / Betroffenen, niederschwelligen Beratungsgesprächen, dem Anbieten von Seminaren und Kursen innerhalb unserer Räumlichkeiten durch Fachpersonal bis hin zur Begleitung und Weiterleitung zu hilfreichen Instituten bzw. anderer Einrichtungen sein.

2.1 FAMILIENBILDUNG & ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFTEN

Wir sehen Eltern als erste und wichtigste Instanz im Erziehungs- und Bindungsverhältnis eines Kindes. Um dieses weiter zu unterstützen, bieten wir Eltern die Möglichkeit, sich in größtenteils eigens organisierten Treffen, in Form eines Elterncafes, innerhalb unserer Räumlichkeiten auszutauschen.
Wir befürworten ein wachsendes Engagement der teilnehmenden Eltern.

Aus diesem Grund laden wir die Eltern, welche unser Elterncafe besuchen und nutzen, herzlich dazu ein, in Eigeninitiative Feste, Seminare, Infoabende usw. zu planen und in unseren Räumlichkeiten, in Absprache mit unserer Einrichtung, durch zu führen.

Um die Arbeit mit dem Kind für Eltern transparent zu machen, bieten wir jederzeit die Möglichkeit zur Hospitation an.

3.0 KINDERTAGESPFLEGE

Da der Rahmen unserer Betreuungsmöglichkeiten von Kindern im Alter von 0 - 6 Jahren begrenzt ist, möchten wir die Vermittlung von Tagespflegepersonal aus der Region anbieten.

Durch die Bündelung, von in der Region tätigen Tagespflegemüttern in unserer Einrichtung, können wir einen schnellen unkomplizierten Kontakt zu einer passenden Tagespflegemutter herstellen.
Daher möchten wir in Kooperation mit der VHS Langen einen Babysitter-Pool erarbeiten, welcher von interessierten Eltern möglichst schnell in Anspruch genommen werden kann.

Um eine passgenaue Betreuungsform für die einzelnen Familien in der Tagespflege zu ermöglichen, organisieren wir im Vorfeld, unter Mithilfe der Volkshochschule Langen, regelmäßige Treffen mit den Tagespflegemüttern der Region, um diese näher kennen zu lernen. Während dieser Treffen bringen wir u.a.  die Belegung, die besonderen Betreuungsformen ( Zeiten-, integrativ-, interkulturell-, mit Tierhaltung/ Bauernhof)  usw. der einzelnen Tagespflegemütter  in Erfahrung. Diese werden dann katalogisiert, aktualisiert oder mit neuem möglichem Tagespflegepersonal erweitert.

Für das Tagespflegepersonal bietet sich in diesem Rahmen die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch, zur Erweiterung von Kompetenzen und Ressourcen. Dieser Arbeitskreis bietet ihnen aber auch die Möglichkeit, einen ersten Kontakt zu unserer Einrichtung herzustellen, welche das  Kind evtl. besucht oder demnächst besuchen wird.

Zu Fort- und Weiterbildungszwecken bieten wir unter terminlicher Absprache mit unserer Einrichtung, unsere Räumlichkeiten an.

Zur Vermittlung von wichtigen Informationen im Rahmen der Tagespflege und Beantwortung evtl. Fragen durch die Eltern, bieten wir Informations- und Themenveranstaltungen  an. Hier erfahren die Eltern unter anderem, dass die Betreuung der Tagespflege eine eigenverantwortliche Maßnahme zur Betreuung und Bildung ihrer Kinder ist.

3.1 BESONDERE EIGENVERANTWORTLICHE BETREUUNGSFORMEN

Wir bieten im Rahmen unserer räumlichen Möglichkeiten einmal pro Woche für  unter 1,5 Jahre alte Kinder  der Stadt Langen den Besuch einer Krabbelgruppe an. Hier haben Eltern in Eigenregie die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Eltern mit gleichaltrigen Kindern zu knüpfen.

Ebenso trifft sich eine Gruppe von Eltern, deren Kinder im Alter von 1,5 Jahren bis zum Eintritt in einen Kindergarten sind.
Auch hier ist ein direkter Austausch mit anderen Eltern gegeben und die Kinder probieren sich im Erfahrungsfeld Kindergarten aus.

4.0 INTERKULTURELLE ARBEIT

Ein weiteres Ziel der Arbeit im Familienzentrum und der Stadt Langen ist es, den Interkulturellen Dialog zu fördern und herzustellen.

Neuankömmlingen werden Begrüßungsgespräche angeboten, welche zur Unterstützung  bzw. evtl. Begleitung dienen soll. Hier werden unter anderem Themen er- bzw. geklärt, wie z.B.:

  • Vermittlung von wichtigen ersten Informationen,
  • Klärung evtl. Fragen,
  • Versorgung und Unterbringung der zur Familie zugehörenden Kinder
  • Medizinische Versorgung sichern (Unterstützung bei Arztsuchen).

Im weiteren Verlauf soll erreicht werden, dass durch die Begleitung des Familienzentrums Missverständnisse und kulturelle oder religiöse Probleme mit Hilfe der oben genannten DRK-Grundsätze vermieden werden. So ist des Weiteren ein weitestgehend reibungsloser Ablauf der Integration und ein Aufbau von Vertrauensbeziehungen gewährleistet, welcher dann in folgender Zukunft weitere Hilfen von Seiten der zu Integrierenden, zulassen kann:

  • Hilfe bei Übersetzungen in mündlicher und schriftlicher Form,
  • Hilfe bei schriftlichen Arbeiten ( Erklären von unverständlichen Amtsformularen),
  • organisieren von Begleitung bei jeglichen Kontakten zu Ämtern und anderen
    Institutionen, durch  bereits integrierte Landsleute
  • Hilfesuchenden mit Migrationshintergrund deren Rechte und Pflichten erklären,
  • Hilfesuchenden die Deutsche Kultur verständlich  machen und nahe bringen.

Um ein intensiveren Dialog und Verständnis füreinander entstehen lassen zu können, ist es Ziel des Familienzentrums, Mitbürger aus anderen Nationen oder mit jeweiligen Migrationshintergrund in Aktionen, Veranstaltungen oder Festlichkeiten regelmäßig mit einzuplanen. Hier können Angehörige von verschiedensten Nationen ihre jeweiligen eigenen Stärken einbringen und Teil einer gemeinsamen Aktion werden. Durch regelmäßige gemeinsame Aktivitäten können schrittweise evtl. bereits bestehende Vorurteile abgebaut und durch mehr Hintergrundwissen, bzw. entstehende Akzeptanz, ersetzt werden. Diese könnten unter anderem sein:

  • Kochabende ( Anbieten von landestypischen Mahlzeiten oder Getränken),
  • Teilen von Traditionellem Kulturgut (z.B. Tanz)
  • Flohmärkte bzw. Basar für alle Nationen,
  • Nutzung der Räumlichkeiten für Kulturfeste,
  • Nutzung der Räumlichkeiten für gemeinsame Aktivitäten,
  • Anbieten von Kursen zum Kennen lernen der jeweiligen Bräuche
  • Anbieten von Deutschkursen evtl. durch bereits Integrierte innerhalb FZ.

(Es soll durch diese Form der Zusammenarbeit eine Selbsthilfe unter Mitbürgern entstehen, welche bereits Erfahrungen mit ihrer eigenen Integration erlebt haben und im weiteren Verlauf das FZ mit ihren Stärken bei der zukünftigen Arbeit unterstützen können.)

5.0 ZUSAMMENARBEIT

Durch eine gute Kontaktaufnahme und konstante Beziehungspflege ist ein  Netzwerk von Therapeuten, Ärzten, Institutionen, Vereinen und ehrenamtlichen Privatpersonen entstanden. Hierdurch kann ein breites Hilfsangebot für Familien, Kinder und Einzelpersonen vor Ort geschaffen werden.

5.1 KOOPERATIONSPARTNER

Unsere Kooperationspartner sind sowohl trägerinterne Mitarbeiter, Ärzte, Therapeuten, Institutionen, Privatpersonen, Vereine, Kinderschutzbund, Jugendamt, als auch  ehrenamtliche Helfer.

Gremien des Familienzentrums

6.1 LENKUNGSGRUPPE

Zur Koordination und Regelung finanzieller, personeller und anderer trägerhoheitlicher Fragen ist ein Lenkungsausschuss des-/der Träger(s) gebildet worden, der zu gleichen Teilen belegt ist.
Der Ausschuss kann mit dem Arbeitskreis tagen. Der Arbeitskreis und der Lenkungsausschuss erarbeiten Regelungen/ Kriterien, nach welchen die Kooperationen erfolgen sollen. Die schriftliche zusammengefasste Regelung umschreibt die Kooperation der jeweilig Beteiligten, deren Rechte, wie jeweilige Verantwortung.

Auch wird hier die weitere Vorgehensweise und weiterer Umgang schriftlich vereinbart, welche bei evtl. Unstimmigkeiten und im Falle von unterschiedlicher Bewertung zum tragen kommt.

Tagungen des Lenkunksauschuss finden im Falle der Notwendigkeit statt, jedoch mindestens  2 x im Jahr.

6.2 ARBEITSKREIS

Der Arbeitskreis des Familienzentrums besteht aus zwei pädagogischen Mitarbeitern der Einrichtung (M. Olzog = Kita-Leiterin / D.Horvat-George = FZ-Koordination).

In diesem Kreis werden die Angebote und Aktivitäten für das Familienzentrum organisiert und geplant und dokumentiert.
Auch werden im Arbeitskreis Veränderungen und Erweiterungen erarbeitet und im gegebenen Fall reflektiert. So erfolgt auch eine gemeinsame Reflektion der bereits bestehenden Angebote.

Gesammelte Interessenbekundungen oder Bewerbungen von neunen Kooperationspartnern werden gesichtet und durch den Arbeitskreis an den Lenkungsausschuss weitergeleitet.
Während des laufenden Kalenderjahres finden gemeinsame Treffen mit dem Träger und den Kooperationspartnern statt.

6.3 KOOPERATIONSKREIS

Der Kooperationskreis tagt  2 x im Jahr. Die Sitzung findet mit dem Lenkunksauschuss und dem Arbeitskreis statt.
Inhalte dieser Sitzungen sollen sein:

  • Vorstellen und Begrüßen neuer Kooperationspartner
  • Bericht über Tätigkeiten und jeweiligen Beziehungen zum Familienzentrum durch Kooperationspartner
  • Informationen über laufende Kurse, Seminare und sonstige Angebote
  • Zusammenstellen weiterer Hilfsideen
  • Verteilung der Verantwortungen für neue Hilfsideen
  • Jahresplanung mit dem Arbeitskreis

Teilnehmende sollen hier alle Kooperationspartner des Familienzentrums sein.
Aus dem Kreis der freien Partner (ehrenamtliche Helfer) nimmt eine gewählte Person an diesen Sitzungen teil, welche weitere Angebote und Interessen anbringt.
So wird der gewählte Sprecher auch über die gesammelten Erfahrungen, in der Arbeit mit dem Familienzentrum berichten.

6.4 LEISTUNGSENTWICKLUNG UND SELBSTEVALUATION

Es wird eine stets aktualisierte Internetseite erstellt und in den lokalen Tageszeitungen im Bereich der kostenfreien Ausschreibungen über die Hilfsmöglichkeiten des FZ informiert.

In der Einrichtung bzw. im Kindergarten des Familienzentrums werden monatliche Informationen ausgehängt. Hierzu gehören:

  • Termine für Aktivitäten,
  • Kurse und Seminare,
  • Termine für die Krabbeltreffen
  • Termine für das Eltercafe / Elternstammtisch

Des Weiteren wird ein Wochenplan aushängen, welcher die Aktivitäten der laufenden Woche mit Datum, Uhrzeit und Räumlichkeit beinhaltet.

Anmeldungen für Aktivitäten, Veranstaltungen usw. erfolgen je nach Wunsch der Teilnehmenden. Die Möglichkeiten sind wie folgt:

  • per Telefon,
  • per E-Mail,
  • persönlich
  • oder per Briefkasten des Kindergartens.

Termine für alle stattfindenden Aktivitäten, Veranstaltungen usw. werden zur kostenfreien Veröffentlichung in den Tageszeitungen, an die Presse weitergeleitet.

Bei Festivitäten sind alle Kooperationspartner eingeladen mitzuwirken. Sie erhalten die Möglichkeit ihrer Arbeit z.B an einer Info-Wand auszustellen.

Einmal pro Jahr findet unter Mitwirkung aller Kooperationspartner eine „Tag der offenen Tür–-Veranstaltung statt.

7.0 WEITERENTWICKLUNG

Während der jährlich mehrmals stattfindenden Sitzungen wird über gesammelte Ideen zur Erweiterung oder Verbesserung entschieden. Somit ist eine stetige Überprüfung der bisherigen Arbeit und deren evtl. Veränderung gegeben.